Buchstabe / D
Defensiv – submissiv
Ausdruck, der von Elementen des Abwehrdrohens wie solchen der Unterwürfigkeit beherrscht wird, kennzeichnend für Angriffsbereitschaft aus Unsicherheit /Angst, wenn Demutskomponenten einen Aggressor nicht befriedigen und die Distanz weiter unter-schritten wird.
Deklaratives Gedächtnis
Gedächtnissystem, das die bewusste Erinnerung an erlernte Informationen verarbeitet; wird vom Hippocampus vermittelt; kann durch chronischen Stress beeinträchtigt werden.
Demutspose (submissiver Ausdruck)
Zeigt in der innerartlichen Auseinandersetzung die Akzeptanz des höheren Ranges eines Gruppenmitglieds; erfolgt reaktiv auf Annäherung von Tieren mit höherem Sozialstatus, wirkt aggressionshemmend.
Deprivation
Erfahrungsentzug. Soziale Deprivation: Sammelbegriff für alle Fehlentwicklungen und Störungen im Bereich des Verhaltens, die als Folge sozialer Isolation in der frühen Entwicklung auftreten, z.B. Apathie, Bewegungsunruhe, zwanghafte Bewegungen, herabgesetzte Fähigkeit bis Unfähigkeit zu sozialen Kontakten (Sozialisation). Ihre Entstehung ist phasenspezifisch, d.h., sie treten dann besonders stark in Erscheinung, wenn die soziale Isolierung während ganz bestimmter Altersstadien stattfand; bei Hunden in der sensiblen Phase.
Deskriptiv
Beschreibend. Die deskriptive Ethologie liefert die Daten zum Individualverhalten innerhlb einer Art oder Rasse. Erst von der Basis der verschiedenen Ethogrammtypen ausgehend, werden Interaktionen und Beziehungen analysiert.
diffug
Zustand, der auf Abstandsvergrößerung zum Partner orientiert ist.
Zwei verschiedene Erscheinungsbilder oder Verhaltensrepetoires innerhalb einer Art oder Population.
Formen:
Geschlechtsdimorphismus: Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Aussehen und / oder Verhalten.
Altersdimorphismus: altersbedingte Unterschiede
Display
Im englischen Sprachgebrauch sehr häufig, sehr unterschiedliche Übersetzung und Benutzung. Kennzeichnet Formen des Ausdrucksverhaltens, des ritualisierten Ver-haltens. Ist nicht mit einem kommunikativen Signal gleichzusetzen, kennzeichnet
vielmehr Bedeutungseinheiten des Ausdrucks.
Disposition
Veranlagung
Distress
Während der Eustress als eine wichtig Lebenserfahrung, ein gesunderhaltender unter Kontrolle stehender Belastungszustand aufzufassen ist, ist Distress (Dystress) nicht kontrollierbar und krankmachend. Die neurobiologischen Vorgänge sind zudem
angetan, Angst zu erzeugen. Die Begriffe Eustress und Distress wurden von Selye (1988) eingeführt.
divergente Evolution
Die Entwicklung von Unterschieden zwischen nah verwandten Arten, die unter verschiedenen Umweltbedingungen leben.
Domestikation
Kennzeichnet den Prozess der Haustierwerdung. Ein populotionsgenetischer Veränderungsprozess, der zum Zustand der Domestiziertheit führt, indem durch veränderten Selektionsdruck aus Wildarten Haustiere werden.
Dominanzwert
Wert, der eine Stellung in der sozialen Rangordnung kennzeichnet.
Dopamin
Botenstoff innerhalb des zentralen Nervensystems; hat Einfluss auf das Arbeitsgedächtnis, das körpereigene Belohnungssystem und motorische Prozesse.
dorsal
rückenwärts, Lagebezeichnung am Tierkörper
Dyaden, dyadische Interaktion
Kleinste mögliche soziale Interaktionseinheit, bestehend aus zwei Tieren






















